Häufigste Fehler der Kunden
Überlastung von Kaminöfen und Kamineinsätzen
Die meisten Kaminöfen und Kamineinsätze werden für den periodischen – unterbrochenen (zeitweiligen) Betrieb hergestellt und ausgelegt. Das bedeutet, dass die Öfen nicht als primäre Heizquelle zur Beheizung von Gebäuden gedacht sind, sondern als sogenannte Sekundärheizung eingesetzt werden sollen. Wenn ein Nutzer in solchen Öfen beispielsweise den gesamten Winter ohne Unterbrechung heizt, können die Öfen überhitzen, was zu häufigen Schäden führen kann – von gerissenen Rosten, Deflektoren und Schamottsteinen bis hin zur Verformung des Ofenkorpus, die nicht mehr reparierbar ist.
Eine Überlastung des Ofens kann jedoch auch durch mangelnde Kenntnisse der Bedienungsprinzipien von Öfen und Einsätzen verursacht werden – der Nutzer muss sich mit der Funktionsweise der Luftregulierung vertraut machen. In einigen Fällen kann es auch aufgrund eines dauerhaft geöffneten Luftzufuhrs zur Überhitzung des Ofens kommen, was unter anderem auch einen hohen Brennstoffverbrauch verursacht.
Ein zu starker Schornsteinzug kann ebenfalls zur Überhitzung des Ofens führen. Wenn der Ofen an einen Schornstein angeschlossen ist, dessen Zug deutlich höher ist als der vorgesehene Schornsteinzug, kann dies zu einer übermäßigen Luftzufuhr in die Brennkammer und damit zu einem intensiven Verbrennungsvorgang führen, der in einigen Fällen eine Überhitzung des Ofens verursachen kann. Es ist notwendig, den Schornsteinzug an die vom Hersteller empfohlenen Werte anzupassen.
Dauerhafter Betrieb von Kaminöfen und Kamineinsätzen im unteren Leistungsbereich
Das entgegengesetzte Problem entsteht, wenn ein Ofen angeschafft wird, dessen Leistung weit über dem liegt, was für den jeweiligen Raum benötigt wird. In diesem Fall überhitzt der Ofen den Raum, in dem er sich befindet, was in der Regel dazu führt, dass der Ofen sogenannt „gedrosselt" wird. Als Drosseln bezeichnet man den Vorgang, bei dem der Nutzer absichtlich die Luftzufuhr zum Ofen und die Schornsteinklappe schließt, um die Leistung auf ein „erträgliches" Niveau zu reduzieren. Dieses Drosseln verursacht anschließend eine erhöhte Ruß- und Teerbildung im Ofen, in den Rauchgaskanälen sowie im Schornstein. Luftmangel kann auch die ordnungsgemäße Funktion der Scheibenspülung und anderer Technologien beeinträchtigen, die für ihre einwandfreie Funktion eine ausreichende Menge angesaugter Luft benötigen.
Dies kann auch unbeabsichtigt auftreten, und zwar wenn der Ofen an einen Schornstein mit zu geringem Zug angeschlossen ist. Bei zu geringem Schornsteinzug kann der Ofen trotz geöffneter Luftzufuhr nicht ausreichend Luft für eine einwandfreie Verbrennung ansaugen. Dies äußert sich hauptsächlich durch Rauchentwicklung aus der Brennkammer beim Nachlegen, durch eine nicht funktionierende Scheibenspülung sowie durch übermäßige Verschmutzung des Rauchgasraums, der Rauchgaskanäle und des Schornsteins selbst.
Eine Reduzierung des Rauchrohr-Durchmessers unter den Durchmesser des Rauchgasauslasses des Ofens oder Kamineinsatzes kann ebenfalls den Schornsteinzug verringern. Daher wird stets empfohlen, den Anschluss von Kaminöfen oder Einsätzen Fachleuten zu überlassen. In einigen Fällen ist diese Reduzierung unproblematisch (z. B. wenn die wirksame Schornsteinlänge ausreichend groß ist), jedoch muss dies von einem Fachmann genehmigt werden.
Anschluss von Kaminöfen und Kamineinsätzen in Eigenregie
Der Anschluss des Geräts muss stets von einem Fachmann vorgenommen werden – egal ob es sich um den Anschluss eines Warmwasserwärmetauschers an das Warmwassersystem oder um den Anschluss des Geräts über Rauchgaskanäle an den Schornstein handelt. Bei Eigenanschlüssen kennen oder befolgen die Menschen häufig grundlegende funktionale und sicherheitstechnische Vorschriften nicht, was von einer fehlerhaften Funktion des Kaminofens über den Verlust der Garantie bis hin zu Personenschäden – im Fall eines Brandes – führen kann. Diese Arbeit muss stets Fachleuten überlassen werden, und es ist selbstverständlich darauf zu achten, dass für diese Arbeit ein entsprechender Nachweis ausgestellt wird, damit der Anschluss nachweislich dokumentiert ist.
Verwendung eines anderen als des empfohlenen Brennstoffs
Dies lässt sich an einem Beispiel verdeutlichen: Ein Nutzer kauft einen Kaminofen oder Kamineinsatz, der für die Verbrennung von Holz und Holzbriketts ausgelegt ist, und heizt damit beispielsweise mit Braun- oder Steinkohle. Die Verbrennung eines anderen als des empfohlenen Brennstoffs kann z. B. zu höheren Temperaturen führen, als für die Konstruktion des Ofens und seiner Bauteile vorgesehen ist, was zu Schäden an der Konstruktion des Geräts selbst, an Ersatzteilen und Ähnlichem führen kann.
Der Kunde sollte stets die Anweisungen des Herstellers beachten, was in den meisten Fällen bedeutet, dass der Nutzer kein lackiertes oder anderweitig behandeltes Holz, kein Tropenholz usw. verbrennen sollte. Dies kann dieselben Schäden verursachen wie die Verwendung einer anderen Brennstoffart. Alle Informationen zu den geeigneten Brennstoffen findet der Kunde in der Bedienungsanleitung des Ofens oder auf Anfrage beim Hersteller.